Früh in Rente – unsere Ziele

Unser Hintergrund

Wie schon in anderen Beiträgen angedeutet, sind meine Frau und ich in einem Alter, wo man über die Rente nachdenkt, vor allem wie lange es noch dauert bis dahin. Wir, Jahrgang 1968 und 1974 dürfen, in Deutschland, mit 67 in Rente gehen. Da wir beide mit zarten 16 Jahren unsere Ausbildung begonnen haben, wären wir sogar in der Lage schon im Alter von 65 Jahren ohne Abschläge in Rente zu gehen.

Für mich bedeutet das, noch lange 17 Jahre arbeiten zu müssen, meine Frau noch 11 Jahre. Das finden wir doof. Das Kind ist aus dem Haus und das Haus demnächst abbezahlt. Nur die Arbeit bindet uns noch an diesem Platz. Daher haben wir 2019 damit begonnen, einen früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben zu planen.

Dazu sind wir, vorsichtig, in eine Dividendenstrategie eingestiegen und haben mit monatlichen Investments begonnen.

In diesem Post hatte ich das schonmal kurz beschrieben.

Das bisherige Ziel

Die bisherige Zielsetzung ist relativ schwammig gehalten. Im Grunde wollen wir zu einem Zeitpunkt, der vor unserem Renteneintrittsalter liegt, die Freiheit haben, nicht mehr arbeiten zu müssen. Das dann zur Verfügung stehende Geld soll reichen, um vernünftig leben, zu können. Grundsätzlich wollen wir in Deutschland bleiben.

Wie man sieht, ist das mehr Wunschdenken als ein konkreter Plan. Daher musste eine genauere Definition des Ziels her.

Die neuen Ziele

Wir haben uns, jetzt, folgende Ziele gesetzt.

  • Wir wollen ab 1.1.2029 jeden Monat netto 2000 € zum Leben haben.
  • Das Geld soll als Ertrag unseres Vermögens und aus einfachen Einnahmen stammen.
  • Unser Vermögen soll so sicher wie möglich angelegt sein.
  • Unser Vermögen soll ab dann nicht schrumpfen.

Das klinkt schon alles konkreter, daher hier noch ein paar Erklärungen zu den einzelnen Zielen.

Wir wollen ab 1.1.2029 jeden Monat netto 2000 € zum Leben haben.

Der 1. Januar 2029 erscheint mir persönlich als sinnvoll, da wir Ende 2028 unser Haus komplett abbezahlt haben werden und zu diesem Zeitpunkt die letzte Kapitallebensversicherung fällig wird. Ab diesem Zeitpunkt sinken unsere monatlichen Grundausgaben auf ein absolutes Minimum. Vermutlich wird bis dahin auch unser Nachwuchs aus dem Haus sein. Bis 2029 sind es noch weniger als 6 Jahre und wir haben, großzügig gerechnet, 2019 mit dem Vermögensaufbau begonnen. D.h. wir haben bis dahin 10 Jahre an unseren Zielen gearbeitet.

Die 2000 € pro Monat habe ich recht sportlich angesetzt. Vermutlich würde uns auch weniger reichen. Mal sehen, welche Anstrengungen dafür nötig sind.

Das Geld soll als Ertrag unseres Vermögens und aus einfachen Einnahmen stammen.

Ideal wäre natürlich, dass das Geld einfach so, komplett passiv, auf unser Konto kommt. Dazu bedarf es natürlich eines Vermögens und einer sinnvollen Anlage des Geldes. Ich habe bewusst das Wort „passiv“ vermieden. Irgendwie muss man ja doch immer noch was dafür tun. Kernzweck des Ziels ist daher eigentlich festzulegen, dass man nicht mehr als Arbeitnehmer in einem festen Vertragsverhältnis steht.

Unser Vermögen soll so sicher wie möglich angelegt sein.

Meine Frau und sich sind bürgerlich spießig erzogen. Arbeit ist gut, Sparen ist gut usw. Uns liegt es überhaupt nicht keine Sicherheit zu haben. Es hat sogar recht lange gedauert, bis wir uns das Ziel der früheren Rente überhaupt vorstellen konnten. Außerdem arbeiten wir hart für das Geld, das in Zukunft unser Vermögen darstellt, das wollen wir noch viel weniger aufs Spiel setzen. Uns ist klar, dass absolute Sicherheit und finanzielle Freiheit sich, bei unserem Zeitplan, ausschließen. Es wird also ein Spagat zwischen hoher Rendite und ruhig Schlafen.

Unser Vermögen soll ab dann nicht schrumpfen.

Wichtig für uns ist, dass unsere Bemühungen nachhaltig für uns und unsere Nachkommen sind. Es ist zwar nicht das primäre Ziel, möglichst viel Erbmasse anzuhäufen. Aber das Vermögen soll unser ganzes, restliches, Leben für uns beide reichen. Daher soll die angepeilte Summe quasi über sein. Wenn es die Umstände hergeben, dass unser Vermögen trotzdem wächst, super. Wenn es an unserem Lebensende verbraucht ist, schade.

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